Posted by admin  |  March 15, 2019

Einer der Vorzüge unserer heutigen Zeit ist die Tatsache, dass ich sämtliche Informationen der gesamten Welt mehr oder weniger sekundenschnell griffbereit haben kann durch einen einzigen Mausklick. Wenn sich nun vielleicht insbesondere Personen der älteren Generation fragen sollten, wofür das gut sein soll bzw. argumentieren, dass es sich früher auch ohne diese Möglichkeit ganz gut gelebt hat, möchte ich das gar nicht in Frage stellen. Es gibt auf jeden Fall eine Menge technische Innovationen, die ich für absolut überflüssig halte oder sogar im Gegenteil für gefährlich erachte, da mindestens einige von ihnen unsere kognitiven Fähigkeiten systematisch verkümmern lassen.

Was die Informationsbeschaffung anbelangt sehe ich das jedoch ein bisschen anders. Wer Lust hat, etwas in Erfahrung zu bringen, kann dies tun. Vor allem im Vergleich zum Wissenserwerb in der Schule erscheint mir diese Möglichkeit heutzutage als überaus bereichernd. Während es mir in der Schule meist so erschien, als sei Wissenserwerb in erster Linie eine Verpflichtung, eine Last, eine Bürde, die man erträgt, um hoffentlich irgendwann mal das Versprechen einlösen zu können, dieses Wissen bringe einem tatsächlich etwas, empfinde ich meinen freiwilligen und selbstgesteuerten Wissenserwerb als etwas Bereicherndes. Wenn ich ein unbekanntes Wort lese, kann ich umgehend in Erfahrung bringen, was dieses bedeutet. Wenn ich den Namen einer Person genannt bekomme, die ich nicht kenne, kann ich blitzschnell herausfinden, was die Person tut, getan hat, vielleicht noch tun wird und wenn ich will, kann ich mir sogar anschauen, wie die Person aussieht (ich lerne besser visuell). Noch toller an der ganzen Sache ist die Möglichkeit, umgehend verschiedene Meinungen, unterschiedlicher Quellen zum gleichen Sachverhalt zu bekommen. Von dieser Möglichkeit mache ich hinsichtlich politischer und gesellschaftlicher Themen erst seit kurzem Gebrauch, halte sie aber mittlerweile für unentbehrlich für meine Meinungsbildung.

Der wohl gebräuchlichste Weg, heutzutage auf schnellstem Wege Informationen zu einem x-beliebigen Thema zu erhalten, ist die Suche mithilfe einer Suchmaschine. Die bekannteste dieser Art muss ich hier gar nicht namentlich nennen, da sie nicht nur als Standardsuchmaschine bei über 85% der Desktop-Suchanfragen fungiert (bei mobilen Suchen liegt der Wert sogar bei über 98%)1, sondern sogar als Verb einen Eintrag im Duden2 erhalten hat.

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Nun muss ich sagen, stehe ich in einem etwas kritischem Verhältnis zu dem Konzernriesen, so dass ich mich auf die Suche nach brauchbaren Alternativen begeben habe. Bei dieser Suche bin ich auf eine Suchmaschine gestoßen, die nicht nur meinen Ansprüchen an einen Informationserwerb gerecht wird, sondern darüber hinaus auch noch ein gemeinnütziges Ziel verfolgt und daher an dieser Stelle vorgestellt werden soll.

Ecosia_Anriss.pngEcosia heißt die neue Suchmaschine meines Vertrauens und kann erreicht werden unter: www.ecosia.org. Das Besondere an dieser Suchmaschine ist die Verbindung zur Natur: Für jede Suchanfrage über Ecosia und die daraus generierten Gelder werden Bäume an wichtigen Orten auf der Welt gepflanzt, so zum Beispiel in Peru, Brasilien, Haiti, Marokko, Ghana, Kenia, Indonesien und an vielen weiteren Projektstandorten3. Auf diese Weise konnten bereits über 50 Millionen Bäume gepflanzt werden und das beste ist, die Zahl der gepflanzten Bäume kann durch die Nutzer jederzeit mitverfolgt werden.

Die Plattform für Suchanfragen wurde 2009 von Christian Kroll gegründet und konnte bereits in den ersten zwei Jahren mehrere Preise abräumen für das clevere Konzept und das schnelle Wachstum des Projektes. Mittlerweile besteht das Ecosia-Team aus 28 Mitarbeitern, deren Hauptarbeitsplatz sich in Berlin befindet.

adult-1868109_640.jpgDas gesamte Projekt ist sehr transparent dargestellt, so dass für jeden nachvollziehbar ist, was wo passiert. So kann beispielsweise auf der Website der monatliche Finanzbericht öffentlich eingesehen werden, ebenso wie die Belege für die gepflanzten Bäume4.

Ich selber bin immer noch dabei, das gesamte Projekt zu entdecken und zu durchleuchten. So gibt es zum Beispiel auch einen Podcast, der über aktuelle Projekte und die Personen, die an diesen beteiligt sind, informiert.

Ecosia ist außerdem bei YouTube zu finden und auch dort gibt es jede Menge interessantes Infomaterial.

Wer also glaubt, er oder sie kann sich von der Datenkrake mit dem Doppelvokal lösen, der sollte unbedingt Ecosia als Alternativoption in Betracht ziehen. Alleine nur durch die Umstellung auf eine andere Suchmaschine eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen und etwas für unsere Umwelt zu tun, ist doch eine tolle Sache!

Hier findet ihr den Blog von Ecosia, auf dem viele weitere spannende Informationen zu finden sind. Schaut es euch an!

1 Suchmaschinen-Marktanteile: https://seo-summary.de/suchmaschinen/

2 Dudensuche: https://www.duden.de/suchen/dudenonline/googeln

3 Projektinfos: https://blog.ecosia.org/where-why-how-does-ecosia-plant-trees/

4 Projektdaten: https://info.ecosia.org/what


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