Posted by admin  |  March 17, 2020

Eines möchte ich gleich vorne weg sagen: Dies ist kein Artikel darüber, wie gefährlich dieser „Corona“-Virus ist oder aber darüber, was das alles für eine riesige Farce ist. Meines Erachtens gibt es dazu schon ausreichend Material. Diese Debatte wird hitzig geführt und soll von anderen (Fach-)Leuten ausgefochten werden.

Hier soll es vielmehr um die unmittelbaren Auswirkungen der Situation gehen, mit denen wir aktuell gewollt oder ungewollt konfrontiert sind. Ganz gleich welche Position du und ich in Sachen COVID-19 vertreten, die Beschneidung des alltäglichen Lebens, die ergriffenen Maßnahmen und leeren Supermarktregale betreffen uns unbestreitbar und sind für jedermann offensichtlich. Aber was macht das mit uns und wie gehen wir mit dieser besonderen und neuartigen Situation um?

Was mich in diesen Tagen am meisten bewegt, ist mein dringender Wunsch, frei und nach eigenem Empfinden handeln und denken zu können. Das ist leider gar nicht so einfach, wie es zuerst einmal klingen mag, da die tagtägliche mediale Beschallung nur schwer auszublenden oder abzuschalten ist. In Dauerschleife wird uns seit Tagen berichtet, wie alles immer schlimmer wird und ich beobachte bei mir zunehmend, wie es mir schwerer fällt, meine innere Gelassenheit zu wahren. Ich kann leider nicht abstreiten, dass mich immer mal wieder und ganz latent ein unruhiges Gefühl überkommt, das keinen rationalen Ursprung hat. Egal, wie sehr mein Kopf mir sagt, dass ich mich in Geduld und Ruhe üben muss, ab und an nehme ich dennoch ein unruhiges Kribbeln in der Region zwischen Brust und Bauchraum wahr. Daher habe ich beschlossen, mich mit diesem Gefühl auseinanderzusetzen, um den Ursprung dessen deuten zu können und mir bei der aktiven Bearbeitung zu helfen.

Die Herausforderung in diesen Tagen besteht darin, sich von der uns umgebenden „Panikmache“ nicht anstecken zu lassen. Damit möchte ich, wie gesagt, gar nicht den Ernst der Lage, den es möglicherweise tatsächlich gibt, herunterspielen. Allerdings hat die sensationsgetriebene und angstschürende Berichterstattung in Radio und Fernsehen keinerlei Mehrwert. Fakt ist, wir können kaum etwas daran beeinflussen, was aktuell da draußen passiert. Die Verhaltensregeln werden „von oben“ vorgegeben und mal ehrlich, ob du und ich uns mit dem COVID-19-Virus infizieren oder nicht und wie dieser sich bei uns auswirkt, darauf haben wir im Endeffekt auch keinen Einfluss. Klar, ich kann mich in meiner Wohnung einschließen und sämtliche Berührungen mit meiner Außenwelt vermeiden. Eine Garantie dafür, dass ich mich aber nicht schon vor zwei Wochen bei jemandem angesteckt habe, gibt es nicht.

Doch auch wenn wir uns dafür entscheiden, bewusst etwas gegen ein mögliches Infektionsrisiko zu tun und unsere sozialen Interaktionen auf ein Minimum reduzieren, ist aus meiner Sicht der entscheidende Faktor, aus welcher inneren Haltung heraus wir dies tun. Das, was unseren Körper am meisten schwächt und das, was uns physisch und psychisch am meisten angreifbar macht, ist Angst! Durch sie schwächen wir unser Immunsystem. Noch gravierender ist jedoch die Schwächung unseres rationalen Entscheidungsverhaltens, welches wir durch Angst und Panik begünstigen.

So habe ich zum Beispiel gehört, dass sich etliche Personen noch kurzfristig gegen verschiedene Grippeviren haben impfen lassen. Aus meiner Sicht eine Angstreaktion, die jedoch genau kontraproduktiv wirken kann. Eine Impfung schwächt unseren Körper, weil er mit den gespritzten Grippeviren zu kämpfen hat. Wie sinnvoll ist es, seinen Körper aktiv zu schwächen in einem Moment, in dem wir uns von ihm die stärkstmögliche Abwehrkraft wünschen?

Angst und Panik sind also die denkbar schlechtesten Ratgeber, wenn es uns darum geht, die aktuelle Situation bestmöglich einzuschätzen und unser eigenes Verhalten danach abzuwägen. Was also können und sollten du und ich aktuell tun?

 

Ich kann mein eigenes Denken und Handeln immer wieder kritisch hinterfragen und daraus bewusste und gut überlegte Entscheidungen treffen, anstelle von irrationalen Kurzschluss-Entscheidungen.

Ich kann aufhören, tagtäglich die reißerischen Neuigkeiten der Mainstream-Medien zu verfolgen und dadurch den inneren Unruheherd zu befeuern. Wenn ich mir klar mache, dass schlechte Nachrichten sich besser verkaufen als gute und darüber hinaus Nachrichten von Highlights leben, dann sollte mir klar werden, dass ich keinen sachlichen „Ist“-Stand im Radio oder Fernsehen präsentiert bekomme, sondern vielmehr ein Entertainment-Programm. Wenn wir wirklich Informationen über den Stand der Lage bekommen möchten, sollten wir uns die Mühe machen, diese Informationen selber zu finden. In der heutigen Zeit ist es keine Herausforderung mehr, an unterschiedliche Stellungnahmen, Perspektiven und Einschätzungen zu kommen und diese mit unserem eigenen Verstand zu bewerten. Mir hat dieser differenzierte Umgang mit der Berichterstattung in den letzten Tagen sehr dabei geholfen, nicht in Panik zu verfallen.

Ich kann in den sozialen Austausch mit anderen Menschen gehen, um mir selbst das Gefühl zu geben, dass alle in der gleichen Situation stecken. Oftmals beruhigen sachliche und konstruktive Gespräche den eigenen Alarmmodus. Außerdem kann ich auf diese Weise auch andere Personen positiv beeinflussen, die möglicherweise selber noch keinen Weg für sich gefunden haben, mit der unklaren Situation, die sie umgibt, zurechtzukommen.

Wenn ich schon nicht ändern kann, was um mich herum passiert, kann ich wenigstens versuchen, das Bestmögliche daraus zu machen. Wann haben wir schon mal so viel ungebundene Zeit? Ich kann mir vorstellen, dass vor allem die existenziellen Konsequenzen beängstigend sein können. Viele Menschen können ihre Lebensgrundlage aktuell nicht bedienen und das ist übel. Allerdings lässt sich daran im Moment nicht viel ändern. Und auch hier gilt wieder, Angst und Panik helfen uns dabei nicht weiter. Vielmehr sollten wir die neuen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, erkennen und uns diesen widmen:

Zeit für uns selber (lesen, schreiben, Musik machen, Musik hören, aufräumen, ausruhen, …)

Zeit für unsere Kinder und Partner

Zeit für Kreativität

Zeit für neue Pläne

Ich glaube, wem von uns es gelingt, die aktuelle Situation mit einem achtsamen, aber in erster Linie gelassenem Blick zu betrachten und als Chance für Neues und Anderes zu sehen, der wird am besten vorbereitet sein für was auch immer sich als nächstes ereignet.

Und für all diejenigen, die sich bewusst oder unbewusst vor dem Infektionsrisiko fürchten, empfehle ich Vitamin C! Dieser Mikronährstoff ist für die Immunabwehr nicht unbekannt, jedoch in den vergangenen Jahren in seinen wirklichen Fähigkeiten etwas in Vergessenheit geraten. So oder so kann es nicht schaden, uns mit ausreichend rotem Obst und Gemüse (denn Paprika, Karotten, Orangen und Co. sind allesamt reichhaltige Vitamin-C-Träger) einzudecken oder aber auf ein höherdosiertes Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob wir uns damit tatsächlich vor einer Infektion schützen oder aber im Sinne des guten alten Placebo-Effekts vor allem unseren Kopf beruhigen. Beides wird uns gut tun.

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