Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist heutzutage in aller Munde. Aber was genau ist damit eigentlich gemeint?

Der Duden gibt als simpelste Begriffserklärung folgende an: „längere Zeit anhaltende Wirkung“. Blöderweise handeln demnach Smartphone-Hersteller äußerst nachhaltig, indem sie Handys produzieren, deren Akkus fest installiert sind und somit nach deren Ableben (welches sich technisch mit Sicherheit sehr gut manipulieren lässt) das Ersetzen der Geräte notwendig macht. Nachhaltig ist diese Vorgehensweise solcher Unternehmen mit der anhaltenden Wirkung steigenden Profits.

Um diese Form von Nachhaltigkeit soll es hier natürlich nicht gehen. Ganz im Gegenteil: Es geht um ökologische Nachhaltigkeit, die im Duden auf zweifache Weise erklärt wird: „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“ oder allgemeiner „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“. Diese Definitionen richten sich auf all jenes, das unsere Lebensgrundlage darstellt und dies nach Möglichkeit auch noch etliche Jahrzehnte/Jahrhunderte tun können soll.

Tatsächlich soll der forstwirtschaftliche Gedanke den Ursprung des Nachhaltigkeitsprinzips darstellen. Hans Carl von Carlowitz (1645-1714), seinerzeit Freiberger Oberberghauptmann, plädierte bereits damals dafür, in einem Wald nur so viel Holz abzuholzen, wie der Wald in absehbarer Zeit auf natürliche Weise regenerieren kann. Es ging ihm also bereits damals darum, dass ein natürliches System in seinen wesentlichen Eigenschaften langfristig erhalten bleibt.

Eine nicht nur auf die Natur im konkreten, sondern vielmehr auf das allgemeine menschliche Handeln und Wirken bezogene Definition des Begriffs Nachhaltigkeit befindet sich im Brundtland-Bericht der Vereinten Nationen von 1987: „Humanity has the ability to make development sustainable - to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.", (Hardtke/Prehn 2001, S.58). Frei Übersetzt bedeutet dies: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Hauff 1987, S.46). Diese Definition impliziert also auch das Vermeiden von Ausbeutung einiger Nationen für die Steigerung des Wohlstandes anderer.

Wichtig ist hierbei vor allem auch der zeitliche Bezug, da es darum geht, das Leben im Hier und Jetzt so zu gestalten, dass es sich im besten Fall positiv, mindestens aber nicht negativ auf das Leben in der Zukunft auswirkt.

Schlagworte, die in Zusammenhang mit einem ganz und gar nicht nachhaltigen Lebensstil stehen sind: Armut, Umweltverschmutzung und -zerstörung, Ausbeutung, Klimawandel, Rücksichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit.

Im Sinn von Nachhaltigkeit soll es beim „Grünen Elefanten“ darum gehen, systematisch einen Weg zu mehr Rücksichtnahme und verantwortungsvollem Handeln zu finden. Wie auch immer jeder Einzelne das für sich gestaltet, bietet diese Plattform Anregungen und Ideen, die einen Schritt (oder gleich mehrere) in Richtung eines bewussteren und empathischeren Lebens ermöglichen.


Quellen:

https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/definitionen_1382.htm

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/nachhaltigkeit-41203#head3

https://www.helles-koepfchen.de/artikel/3053.html