Die erste Frage, die vermutlich aufkommt, wenn man auf diese Seite stößt, ist: Warum Elefant? Das grüne Thema dieser Plattform wird wohl recht schnell klar und somit auch das Grün im Elefanten. Warum es jedoch der Elefant geworden ist, möchte ich an dieser Stelle erklären.

Meine vegane Lebensweise hat mich bereits des Öfteren dazu gebracht, über Tiere nachzudenken. Inhalt dieser Gedanken waren dabei ganz unterschiedliche Tierarten. Von den, wie es heute so schön heißt, Nutztieren, also Kühe, Schweine, Hühner und alles, was sonst noch so für unsere heutigen Bedürfnisse geschlachtet wird. Darüber hinaus über unsere Haustiere, also in erster Linie Hunde, Katzen, Hamster, Hasen, Meerschweinchen, alle Lebewesen, die wir Menschen domestiziert haben und mit denen wir nun – zumindest in unserer Gesellschaft – gemeinsam leben.

Ich bin in meinen Überlegungen, welche Unterschiede es bei uns im Umgang mit Tieren gibt, woher das kommen mag und für welche Tiere welche Unterschiede gelten, eben auch auf Elefanten gestoßen. Ich glaube, das erste Mal, dass ich mir gedacht habe, wie verrückt es ist, dass ein so mächtiges Wesen wie ein Elefant es sich gefallen lässt, von einem vergleichsweise winzigen Menschen misshandelt zu werden, war beim Film „Wasser für die Elefanten“. In dem Film geht es um einen Zirkus, der sich in den 1930er Jahren beim Bemühen, Einnahmen durch bessere Attraktionen zu erzielen, einen Elefanten zulegt, „Rosie“. Von dem skrupellosen Zirkusdirektor wird Rosie regelmäßig verprügelt und erniedrigt, damit sie seinen Vorstellungen einer Zirkusattraktion gerecht wird und seinen Kommandos folgt.

Obwohl ich mich damals, als ich den Film das erste Mal geschaut habe, noch nicht einmal vegetarisch ernährt habe, hat es mich bewegt, was mit der Elefantendame passiert ist und ich war erstaunt darüber, wie einfach ein so mächtiges Tier vom Menschen dominiert werden kann. Immerhin bin ich mir sicher, dass Rosie dem Direktor mit einem kräftigen Kopfstoß mindestens ein paar Rippen hätte brechen können, wenn nicht sogar ihn vollständig zermalmen.

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Es erstaunt mich immer wieder, wie viele beeindruckende Tiere sich dem Menschen unterordnen, obwohl ihre körperlichen Voraussetzungen uns mindestens krafttechnisch gnadenlos überlegen sind und das scheinbar nur, weil sie vom Wesen her einfach nicht so sind.

Elefanten stellen aus meiner Sicht eine Gattung dar, die so viele tolle und anerkennenswerte Eigenschaften vereinen, dass sie hier nicht nur Würdigung und Respekt erfahren sollen, sondern als Leitbild dieser Idee fungieren.

Das Elefanten-ABC

Die friedvollen Giganten stellen mit bis zu 3,30 m Schulterhöhe und sieben Tonnen Gewicht die größten heute lebenden Landsäugetiere der Erde dar. Sie schlagen nicht nur jedes andere Landsäugetier in Sachen Kopfgröße und Rüssellänge, sondern vor allem besitzen sie mit bis zu 5,4 kg Gewicht das größte Gehirn mit einem ausgeprägten Langzeitgedächtnis.

Es existieren aktuell zwei Gattungen der riesigen Dickhäuter: Loxodonta (Afrikanischer Elefant) und Elephas (Asiatischer Elefant). Auch wenn es einige markante Unterschiede zwischen diesen beiden Unterarten gibt – so hat zum Beispiel der asiatische Elefant lediglich einen „Greiffinger“ am Rüssel, der afrikanische hingegen zwei – möchte ich an dieser Stelle lieber auf die gemeinsamen und wirklich beeindruckenden Charakteristiken der grauen Riesensäuger eingehen.

Elefanten verfolgen eine rein pflanzliche Ernährung. Auf ihrem Speiseplan stehen in der Regel Gräser, Wurzeln und Rinden. Nicht nur darin eignen sie sich hervorragend als Leitbild dieser Plattform. Darüber hinaus gibt es unzählige Studien, die außergewöhnliche Fähigkeiten nachweisen konnten. So fanden beispielsweise Forscher an der Universität in Tokio heraus, dass Elefanten wahre Rechenmeister sind, denen das Lösen von Additionsaufgaben gelingt. Darüber hinaus zeigten Zoologen in einer Studie von 2011, dass Elefanten gemeinschaftlich eine neue Aufgabe lösen können. Der soziale Aspekt dieser Ergebnisse zeigte sich auch in einigen anderen Studien. So beispielsweise in der Untersuchung aus dem Jahr 2006, bei der nachgewiesen werden konnte, dass Elefanten sich im Spiegelbild selbst erkennen. Dieses Ergebnis wird als Hinweis darauf gewertet, dass die Dickhäuter ein hohes Einfühlungsvermögen besitzen.

(Nachzulesen unter: https://www.planet-wissen.de/natur/wildtiere/elefanten/index.html#Musterschueler)

Ohnehin erwiesen sich Elefanten allen bisherigen Erkenntnissen nach als die Landsäugetiere mit dem besten sozialen Netzwerk. In einer Herde befinden sich meist 20 bis 30 Tiere, die von einem älteren weiblichen Elefanten angeführt werden. Darüber hinaus zeigen diese friedfertigen Riesen ähnliches Sozialverhalten wie wir Menschen. Auch Elefantendamen übernehmen die Aufgaben einer Hebamme und unterstützen sich gegenseitig bei der Geburt und der Aufzucht des Nachwuchses. Es konnte bei indischen Elefanten sogar eine Art „Tagesmutter“ beobachtet werden. Während die anderen Elefanten auf Nahrungssuche gehen, passt ein Weibchen auf die Jungtiere auf.

Ein weiteres spannendes und vertrautes Sozialverhalten dieser sensiblen Tiere ist die Rücksichtnahme auf alte und kranke Tiere sowie das gemeinschaftliche Trauern um verstorbene Artgenossen. Bis zu einer Woche stehen die Herdenmitglieder am Leichnam des verstorbenen Tieres und verarbeiten damit scheinbar das Ereignis.

(Vgl. https://www.peta.de/das-unbekannte-leben-der-elefanten)

Die Gutmütigkeit, die so typisch für Elefanten ist und die das ausbeuterische Verhalten der Menschen im Zusammenhang mit diesen Tieren begünstigt liegt unter anderem darin begründet, dass Elefanten in der Natur keine natürlichen Feinde kennen. Das hält Menschen jedoch nicht davon ab, die Giganten nicht nur in Zoos und Zirkussen zur Schau zu stellen, sondern bereits seit vielen Jahren Jagd auf sie zu machen, um u.a. an das Elfenbein zu gelangen, welches als Rohstoff für Skulpturen, Schmuck und luxuriöse Gebrauchsgegenstände verwendet wird.

Elefanten sind – genau wie alle anderen Tiere – so viel mehr als die Rohstoffquelle, zu der sie leider immer wieder degradiert werden.

Hier ein Video eines empathischen Elefantenbabys, das bereits in jungen Jahren ausgeprägtes Sozialverhalten beweist:

https://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/2016290-ein-elefantenbaby-troestet-unseren-reporter-clip